Donnerstag, 7. März 2013

Tag 17: Projekt "HWR"



In unserem Hauswirtschaftsraum
herrschte bisher das Chaos.

So hatte der Ehesoldat einen Schrank bestellt, bevor er geflogen ist. Einen Mehrzweckschrank für eben besagten Raum, um dort mal mehr Ordnung zu schaffen. Spreu vom Weizen trennen und so weiter. Dieser Schrank kam bereits in der letzten Woche über eine Spedition. Da Frau bekanntlich nicht warten kann, wurde telefoniert und geplant. Kurzer Hand kamen die Heinzelmännchen und halfen, den Schrank aufzubauen und an gewünschten Platz zu hieven und zu stellen.


Schrank wurde ausgewischt, eingeräumt et voilà! Projekt "HWR" = Check! :)

Auf meiner imaginären Liste stehen allerdings noch mehrere Projekte, die in den kommenden Wochen in Angriff genommen werden. Hinter das kleine Projekt "Röhrenfernseher für Freundin" kann ich allerdings auch schon ein "Check!" machen. Das wurde bereits erledigt! Weiter so!

Mittwoch, 6. März 2013

Tag 16: Zwiegespalten

Der Mann ist ganz vorbildlich und meldet sich jeden Tag. Und das ist total schön und auch gut so! Nur ich bin eine schlechte Ehefrau und habe immer was zu tun, bin nicht zuhause und stets beschäftigt. Telefonieren strengt an.

Auch heute hat er wieder angerufen, aber die Mädels und ich hatten Besuch. Eine gute Freundin mit ihren zwei Mädels. Und wie die letzten Tage sprachen wir kurz, dann musste ich ihn abwürgen. Weil zu laut, zu beschäftigt, keine Ruhe. So geht es seit Sonntag, und das macht mir zu schaffen, und das macht ihm zu schaffen. Erst sind die Großeltern da, dann sind wir nicht zu Hause. Ein anderes Mal sind wir im Garten, und nun haben wir auch noch Besuch! 

Es tut mir im Herzen weh, ihn dort in der Ferne mit sich alleine zu lassen, ohne mich, ohne die Mädels, allein unter Kameraden, aber ich habe zwei Kinder, und die müssen irgendwie beschäftigt werden. Also packe ich mir die Tage voll. Warte ich auf seinen Anruf, werden die Tage so unendlich lang. Und anstrengend für mich. Weil man eben wartet und auf die Uhr sieht und wieder wartet bis der Mann sich meldet.  

Das also bringt mich in den Zwiespalt. Natürlich will ich mit ihm sprechen, ihm von meinem Tag erzählen, von den Kindern, vom Alltäglichen. Aber ich muss auch sehen, wie es hier alleine für uns am besten läuft. Und das geht momentan am besten mit "viel um die Ohren". Egoismus ist eigentlich nicht meins, aber ich muss es gerade wirklich sein, sonst bekommen wir die Tage nicht rum. 

Ich schiebe das Problem mal auf die Zeitverschiebung. 3 1/2 Stunden sind eine lange Zeit. Könnte ich abends ab 20h telefonieren, schläft er schon tief und fest. So ruft er meistens nach Feierabend an, was bei uns irgendwann nachmittags ist. Es ist eine Zwickmühle. Und ich hoffe, dass sich unser Problem lösen wird, wenn wir die Sommerzeit einläuten. Afghanistan stellt die Uhr nämlich nicht um! So trennen uns dann "nur" noch 2 1/2 Stunden Zeitverschiebung, das sollte es etwas einfacher machen.

Dienstag, 5. März 2013

Tag 15: Ab ins Beet!

Nach all dem Grau der letzten Wochen kommt das erste Frühlingserwachen. Und so hieß es heute Nachmittag für mich und die Mädels: Ab in den Garten! Aber nicht etwa mit relaxen und schön schaukeln oder in der Sandkiste spielen. 

Da wir im letzten Jahr erst neu gebaut haben, besteht unser "Garten" momentan aus einer großen Terasse, die der Mann noch vor dem Einsatz fertigstellen konnte, einer mehrere hundert Quadratmeter großen Wiese und zwei riesen Bergen Mutterboden, die noch verteilt werden müssen. Spielgeräte fehl am Platz. Aber wer braucht schon Spielgeräte, wenn man eine 1A Rutsche im Garten hat?! Nachdem die beiden Mädels mit ihren Puppenbuggys über die Wiese gebrettert sind, stellten sie fest: "Ach ja, der Berg da, den kann man hochklettern und dann prima runterrutschen!" Und das taten sie dann auch, auf dem Po den MUTTERBODENBERG (schwarzer Sand!!) herunter - und das gefühlte 1000 mal. Schon nach dem ersten Mal stand für mich fest: Die müssen sowieso in die Badewanne! Sollen sie sich doch drin suhlen ...

Ist ein Bild vom letzten Jahr - aber der Haufen sieht immer noch so aus! ;)

Also ließ ich sie mal machen und widmete mich den anderen Baustellen in unserem Garten. Man weiß eigentlich gar nicht, wo man zuerst anfangen soll. 

Schließlich mussten die Mädels dann noch in der Wanne eingeweicht werden - schwarze Hände, schwarze Füße. Schwarzer Sand in den Haaren und so. Und dann konnten sie völlig erschöpft ins Bett. Was für ein schöner und anstrengender Tag! Mehr davon!! :) 

Montag, 4. März 2013

Tag 14: Gruß vom Osterhasen

Montagmorgen - und wir sind viel zu spät in den Kindergarten gekommen! Nicht etwa, weil wir verschlafen hätten. Nicht etwa, weil das Trotzköpfchen wieder mal getrödelt hätte. Nein, nein. Der Osterhase ist heute morgen durch unseren Garten gehoppelt! 

Ich hatte gerade die Rollläden im Kinderzimmer hochgezogen, da entdeckte unser Trotzkopf den Hasen, wie der gemütlich über unsere Wiese hüpfte. "Mama!", kreischte sie ganz aufgeregt. "Der Osterhase ist da!" 
"Aber heute ist noch gar nicht Ostern. Der guckt bestimmt nur, wo er die Eier verstecken kann", war meine Antwort. Was auch sonst?
"Da muss ich mal eben gucken ..." Konzentriert studierte das Kind den Hasen und versuchte sich genau einzuprägen, wo er überall hinhoppelte. "Da weiß ich dann gleich, wo ich suchen muss, wenn Ostern ist." Es ist ja nicht dumm, das Kind. ;) 

Ich beobachtete also amüsiert, wie sich schließlich beide Mädels die Nasen an der Fensterscheibe platt drückten und sich über das Tier in unserem Garten freuten. Die Große wie die Kleine. 

Und wenn der Osterhase uns schon einen vorosterlichen Besuch abstattet, kann man auch mal viel zu spät in den Kindergarten kommen! Das war dann ja mal wichtiger! Und das Trotzköpfchen hatte ihren Freundinnen ganz stolz viel zu erzählen. Wie schön es doch ist, die Welt mit Kinderaugen zu sehen ... 

Sonntag, 3. März 2013

Tag 13: Das zweite Wochenende

= Check! :)

Auch das zweite Wochenende ohne den Soldatenpapa haben wir ohne größere Vorfälle hinter uns gebracht. Gestern war der Wohnzimmer-Gammel-Tag mit Obst-Picknick auf dem Boden und Höhle bauen mit Stühlen und Decken. Derzeit das Lieblingslied unseres Trotzköpfchens, Rolf Zuckowski's: Ich bau mir eine Höhle

"Ich bau mir eine Höhle
und dann versteck´ ich mich darin.
Ich bau´ mir eine Höhle
und alle suchen, wo ich bin.


Mit Kissen und mit Decken
und einem Strauß Vergißmeinnicht;
und in der dunklen Höhle,
da brennt mein Taschenlampenlicht,
da brennt mein Taschenlampenlicht.


Ich bau´ mir eine Höhle
und dann lad´ ich mir Gäste ein
mit Eis und Schokolade,
kommt alle her und macht euch klein.


Hier gibt es tolle Spiele
und fröhlich sind wir sowieso,
auch ohne Tisch und Stühle,
wir sitzen einfach auf dem Po,
wir sitzen einfach auf dem Po.

 
Ich bau´ mir eine Höhle
und abends, wenn ich müde bin,
dann fang´ ich an zu gähnen
und leg´ mich auf den Kissen hin.


Da träum´ ich ganz gemütlich
und kuschel´ mit dem Teddybär.
Wir schlafen beide friedlich
und hören von der Welt nichts mehr,
und hören von der Welt nichts mehr."

In diesem Sinne wurde das dann auch gemacht. ;)

Heute waren die Mädels und ich zwei Stunden gärtnern. Vielmehr hat Mama Unkraut gejätet, während die Mädels mit Puppenwagen und Steckenpferd durch den Garten gedüst sind. So verging der Morgen wie im Flug. Nachmittags waren Oma und Opa O. da. Auch hier gab es einen langen Spaziergang im Sonnenschein! Die Mädels schlafen bereits friedlich - und auch für mich wird es heute wohl nicht allzu spät dank soviel frischer Luft! 


Samstag, 2. März 2013

Tag 12: Unser Skype-Date

Gestern Abend war es endlich soweit - unser Skype-Date! Hach ja, was war das wieder schön! Ich schmelze dahin, wenn ich ihn sehe. Und ihm scheint es ähnlich zu gehen! Wir benehmen uns wie zwei frisch verliebte Teenager! Sehen uns an, minutenlang. Grinsen, Lachen. Ohrensausen. Herzklopfen wie wild, ein Schwarm Schmetterlinge in meinem Bauch. In seinem auch. Zwischendrin ein ordentliches Gespräch, dann das ganze von vorn.

Offen bleibt die Frage, wie wir mehr oder weniger 26 Wochen ohne den anderen überstehen sollen ..?!  


Diese Inseln außerhalb des Alltags, diese Inseln nur für UNS werden uns Kraft geben ... bestimmt. Irgendwie.

Freitag, 1. März 2013

Tag 11: 3 Gründe ...




... um glücklich zu sein. :)



 

1.) Endlich ist der olle Miesepeter-Monat Februar um! Und somit habe ich zumindest das GEFÜHL, wir hätten schon einen Monat geschafft und damit einen Monat weniger auf dem Buckel. Was Frau alles tut, um sich selbst ein bisschen hinters Licht zu führen ... 

2.) Das Wochenende steht bereits in den Startlöchern - und damit haben wir auch diese Kindergartenwoche geschafft! Außerdem rückt MEIN Skype-Date mit dem Mann in greifbare Nähe! 

3.) Die Mädels konnten gestern mit ihrem Papa skypen. Es war so niedlich, die beiden zu beobachten, wie aufgeregt sie waren, endlich ihren Papa im Computer zu sehen. Die Frechdächsin grinste und winkte immerzu in die Kamera, spielte mit Papa "Verstecken" und freute sich ihres Lebens. Das Trotzköpfchen plapperte ohne Luft zu holen, erzählte vom Bonbonglas und stellte fest, dass da noch viel zu viele drin sind. Es war so unglaublich wichtig für die beiden, dass es mit Skype geklappt hat. Wieder Papa nah sein, Papa sehen und hören. Mit ihm sprechen. Und Mama genoss die Aufregung und die Freude der Kleinen.

Und für unseren Soldaten war es bestimmt auch Balsam für die Seele ...