Mittwoch, 20. März 2019

Es gibt uns noch

- keine Angst.
Und ich nehme mir auch fest vor, wieder vermehrt zu schreiben. Versprochen.

Aber manchmal ist es eben so, dass man jeden Moment in der realen Welt genießt und einfach lebt. So ganz in echt. Miteinander, füreinander.

Und wir haben jeden gemeinsamen Momant genossen, seitdem der Mann aus dem Wüstenland und von sämtlichen Übungsplätzen zurückgekehrt ist. Wir planen - und es kommt doch anders. Wir leben spontan in den Tag hinein - und werden überrascht. Vielleicht steht eine große Veränderung bevor, vielleicht bleibt alles beim Alten. Es bleibt spannend. So ganz in echt. 

Dienstag, 9. Oktober 2018

Anders als gedacht

... war unser Wiedersehen mit dem Soldatenmann Ende Mai. 

Nachdem er durch halb Afrika gereist und am anderen Ende von Deutschland endlich aus dem Flieger gestiegen ist und heimischen Boden unter den Füßen hatte, musste er noch irgendwie hoch in den Norden kommen. Er buchte sich einen Flug auf eigene Kosten und kam dann endlich in Flecktarn und mit Seesack bepackt mit all den Anzugträgern und Geschäftsmännern aus der Gepäckschleuse am heimischen Flughafen. 

Seine Odyssee war beendet. Und das Wiedersehen durch all die Aufregung und den Stress irgendwie entzaubert. Aber egal. Er war endlich wieder da! 

Leider hat die BW schon nach kurzer Zeit des Wiedersehens andere Pläne gehabt, und so schleppen wir uns seit Mai schon wieder durch die dritte Übung. 

Es zerrt ... 
Es zerrt gewaltig. 


Mittwoch, 23. Mai 2018

Tag 133

Die Bonbons werden immer weniger, die Aufräumarbeiten haben begonnen, die Wiedersehensfreude wächst. 

Wagen vom Soldaten gesaugt und gewaschen: Check! 
Garage ausgefegt: Check!
Blumenbeete entkrautet: Check!

Hausputz lohnt kaum, da die Kinder jeden Tag neues Chaos anrichten. Ich muss das nochmal genauestens abwägen ...

Montag, 14. Mai 2018

Tag 124: Bonbongläser, die Zweite

Wir haben unsere anfangs riesigen Bonbongläser - nein, Schüsseln - in kleine Tassen ausgetauscht!
Es ist nicht mehr lang, bis wir unseren Soldaten in die Arme schließen können!

Hibbeldihipp! :D

Donnerstag, 3. Mai 2018

Tag 113

Eines Tages kam LENI von der Schule nach Hause und berichtete vom Schülersprechtag. 

LENI: Mama, Frau ... hat ganz viel über Papa gefragt.
Ich: Ach ja, was denn?
LENI: Ob ich schon einen Wunsch habe, was wir machen, wenn er wieder da ist. 
Ich: Und? Hast du einen?
LENI: Ich würde gerne wieder ins Freibad mit Papa gehen. (Pause) Und sie hat noch gefragt, ob es jetzt chaotischer ist, seit Papa weg ist.

Ich war ganz ehrlich etwas geschockt, was die Frau mit CHAOTISCHER gemeint haben könnte? Wirke ich so, als hätte ich die vier Kinder nicht im Griff?
Sind sie verlottert und verwahrlost?
Sind sie chaotischer?
Fehlen Hausaufgaben oder sonstiges, was man in der Schule braucht?
Obwohl ich wirklich alles tue, damit es meinen Kindern an nichts fehlt?

Ich konnte wirklich nichts gegen mein Kopfkino tun und stellte mir jegliche Variationen vor, wie ich und die Mädels nach außen wirken könnten. 

Ich: LENI, findest du denn, dass es jetzt ohne Papa chaotischer bei uns ist? 
LENI: Nein, es ist eigentlich so wie immer. 

Und Recht hat sie! Es ist eigentlich so wie immer. Außer, dass es abends beim Abendbrot und beim Insbettbringen teilweise etwas chaotischer und stressiger (für mich) zugeht. Ich kann halt nicht zwei bis drei bis vier bis fünf Dinge gleichzeitig tun. So, Frau ....! 

Dienstag, 24. April 2018

Tag 104

... denke ich, wenn ich richtig nachgerechnet habe.

Es ist schon so viel Zeit vergangen, so viele Wochen überstanden, aber es war ein stetiger Kampf mit vielen Aufs und Abs, vielen Berg- und Talfahrten. Ganz ehrlich. 

4 Kinder - das ist wirklich eine Hausnummer, alles alleine zu managen. Alle Bedürfnisse zu befriedigen, immer für jeden da zu sein, pausenlos. Atemlos. 

Erkältungszeit. Bronchitis. Grippewelle. Magen-Darm-Infekt. Alles haben wir mitgenommen. Seit Januar habe ich das Gefühl, dass ständig eins der vier Kinder krank ist. Ist wahrscheinlich auch wirklich so. Und wenn kein Kind krank ist, hat mein Immunsystem Zeit, den Geist aufzugeben. Ganz großes Tennis! Danke. 

Zwischendurch hatte ich einen Anflug von Selbsterneuerung. Oder wie nennt man das? Ich war beim Frisör, habe mir die Haare abgeschnitten und gefärbt, geshoppt um mein Leben und jetzt zig neue Klamotten im Schrank. 

Wir haben Pakete gepackt und Briefe ins Wüstenland geschrieben.

Wir sind eigentlich immer irgendwie beschäftigt. Ich bin eigentlich immer irgendwie beschäftigt. Ein Gutes hat das Ganze ja: Ich habe kaum Zeit, über die lange Trennung nachzudenken. Und ich kann abends wunderbar einschlafen!

In dem Sinne: Gute Nacht! 

Mittwoch, 21. Februar 2018

Tag 42

Heute ist Tag 42 ohne den Mann und den Papa der 4 kleinen Rabauken.

Eine Sommerferienlänge haben wir bereits geschafft! Juhuuu!