Donnerstag, 3. Mai 2018

Tag 113

Eines Tages kam LENI von der Schule nach Hause und berichtete vom Schülersprechtag. 

LENI: Mama, Frau ... hat ganz viel über Papa gefragt.
Ich: Ach ja, was denn?
LENI: Ob ich schon einen Wunsch habe, was wir machen, wenn er wieder da ist. 
Ich: Und? Hast du einen?
LENI: Ich würde gerne wieder ins Freibad mit Papa gehen. (Pause) Und sie hat noch gefragt, ob es jetzt chaotischer ist, seit Papa weg ist.

Ich war ganz ehrlich etwas geschockt, was die Frau mit CHAOTISCHER gemeint haben könnte? Wirke ich so, als hätte ich die vier Kinder nicht im Griff?
Sind sie verlottert und verwahrlost?
Sind sie chaotischer?
Fehlen Hausaufgaben oder sonstiges, was man in der Schule braucht?
Obwohl ich wirklich alles tue, damit es meinen Kindern an nichts fehlt?

Ich konnte wirklich nichts gegen mein Kopfkino tun und stellte mir jegliche Variationen vor, wie ich und die Mädels nach außen wirken könnten. 

Ich: LENI, findest du denn, dass es jetzt ohne Papa chaotischer bei uns ist? 
LENI: Nein, es ist eigentlich so wie immer. 

Und Recht hat sie! Es ist eigentlich so wie immer. Außer, dass es abends beim Abendbrot und beim Insbettbringen teilweise etwas chaotischer und stressiger (für mich) zugeht. Ich kann halt nicht zwei bis drei bis vier bis fünf Dinge gleichzeitig tun. So, Frau ....! 

Dienstag, 24. April 2018

Tag 104

... denke ich, wenn ich richtig nachgerechnet habe.

Es ist schon so viel Zeit vergangen, so viele Wochen überstanden, aber es war ein stetiger Kampf mit vielen Aufs und Abs, vielen Berg- und Talfahrten. Ganz ehrlich. 

4 Kinder - das ist wirklich eine Hausnummer, alles alleine zu managen. Alle Bedürfnisse zu befriedigen, immer für jeden da zu sein, pausenlos. Atemlos. 

Erkältungszeit. Bronchitis. Grippewelle. Magen-Darm-Infekt. Alles haben wir mitgenommen. Seit Januar habe ich das Gefühl, dass ständig eins der vier Kinder krank ist. Ist wahrscheinlich auch wirklich so. Und wenn kein Kind krank ist, hat mein Immunsystem Zeit, den Geist aufzugeben. Ganz großes Tennis! Danke. 

Zwischendurch hatte ich einen Anflug von Selbsterneuerung. Oder wie nennt man das? Ich war beim Frisör, habe mir die Haare abgeschnitten und gefärbt, geshoppt um mein Leben und jetzt zig neue Klamotten im Schrank. 

Wir haben Pakete gepackt und Briefe ins Wüstenland geschrieben.

Wir sind eigentlich immer irgendwie beschäftigt. Ich bin eigentlich immer irgendwie beschäftigt. Ein Gutes hat das Ganze ja: Ich habe kaum Zeit, über die lange Trennung nachzudenken. Und ich kann abends wunderbar einschlafen!

In dem Sinne: Gute Nacht! 

Mittwoch, 21. Februar 2018

Tag 42

Heute ist Tag 42 ohne den Mann und den Papa der 4 kleinen Rabauken.

Eine Sommerferienlänge haben wir bereits geschafft! Juhuuu!

Freitag, 16. Februar 2018

Tag 37: Die Bonbongläser


Jedes Mädel hat ein Bonbonglas mit round about 145 Bonbons drin. Einen für jeden Tag, den der Papa im Wüstenland weilt. Wenn sie leer sind, kommt er endlich wieder nach Hause. So der Plan. 

35 haben sie jeder schon gegessen. Leerer sind die Gläser dadurch aber noch nicht wirklich geworden. Trotzdem gehört das Bonbonessen schon fast zu einem täglichen Ritual - wie das Adventskalendertürchen-Öffnen in der Vorweihnschtszeit. Jeden Morgen laufen sie zu ihrem Glas und suchen sich einen Bonbon aus, den sie dann auf ihren Platz am Küchentisch legen und den sie nach dem Mittagessen verzehren dürfen.
 

Manchmal werden die Bonbons am Wochenende akribisch gezählt, sortiert und aufgeschrieben, wieviele von welcher Sorte noch im Glas sind.

Es hilft über die lange Zeit ohne Papa hinweg - zumindest ein bisschen. 

Montag, 12. Februar 2018

Tag 33: 12 von 12 im Februar 2018

Ich mache mal wieder mit, ist schließlich schon viel zu lange her, dass es hier Fotos gab. Heute also die 12 Bilder des heutigen Tages - Tag 33 ohne Mann. 

Heute Morgen kurz nach 6 Uhr steh ich bereits in der Küche ...
Obst schnibbeln (und Gemüse ...)
Verpflegung für die Faschingsfeier in der Schule und im Kindergarten. Meine Kinder haben sich für Obst und Gemüse eingetragen :) Obst-Pfau und ...
... Gemüse-Bimmelbahn.
Um kurz vor 8 Uhr, nachdem ich im Accord gearbeitet habe, sind alle fertig angezogen und geschminkt. Puuuh. Was ein Stress an einem Montagmorgen. Gniihiiihii ...


Morgens geh ich eine Runde an der frischen Luft spazieren, ehe ich mich dem Haushalt widme.
Wieder zuhause mache ich etwas Haushalt, während sich Lucky Luke seinen täglichen Turnübungen widmet.
Kinder wieder abgeholt, Baby zum Mittagsschlaf im Bett - Zeit für's Mittagessen!
Sonnenschein gefolgt vom Hagelschauer - das Wetter spielt verrückt.


Nach dem Abendessen wird noch eine kurze Runde mit der Mini-Discokugel gespielt. Unser Baby-Boy fährt voll auf das bunte Licht ab. 
Über Videotelefon-Date mit dem Mann.
Und damit ist auch dieser 33. Tag geschafft. Die Kerze, die ihm den sicheren Weg nach Hause weisen soll, brennt.
Das waren unsere 12 Bilder des heutigen Tages. Mehr wie immer bei Draussen nur Kaennchen. Anschauen lohnt! :)

Eure Chrissie

Montag, 29. Januar 2018

Tag 19: Jetzt ist es angekommen

Tja, wie soll ich schreiben? So langsam ist es in meinem Kopf angekommen, dass es noch eine sch... verdammt lange Zeit ist, bis der Mann wieder nach Hause kommt. Bis seine starken Arme mich wieder umfangen. Bis wir wieder eins sind. Bis die Kinder ihren Vater wieder haben. Bis ich nicht mehr alleine kämpfen muss. 

Das Wochenende war hart. 

Ich hatte meinen ersten Hänger und hätte eigentlich nur heulen können. Es kommt gerade alles irgendwie zusammen. Das Begreifen. Die Realität. Das Vermissen. Schlafmangel. Kinderkrankheiten. Alle Bedürfnisse befriedigen, nur nicht die eigenen. Funktionieren. 

Hamsterrad. 

Sonntag, 14. Januar 2018

Tag 5: WE Check!

Heute war ein richtig entspannter Tag. Schön.

Wir haben lange geschlafen, Brötchen vor der Haustür gefunden, die Oma dorthin gelegt hat, und dann ganz gechillt gefrühstückt mit Nutella aufs Brötchen (sonntags ist Nutella-Tag). 

Wir haben zusammen gekocht.

Wir waren bei eisigen Temperaturen aber Sonnenschein spazieren. Durchgefroren wieder Zuhause angekommen gab es heißen Kakao für die Mädels und einen Cappuccino für mich, während der Babyboy fröhlich in seiner Wippe hin und her wippte und vor sich hin quietschte. 

LENI gab ihm abends die Flasche, während ich LISCHEN bettfertig machte und ihr ihr Gute-Nacht-Lied sang und LORE beim lesen ihres Lese-Übungstextes zuhörte. Große Mädchen sind was tolles! <3 Der Babyboy heulte nicht ein einziges Mal. 

Jetzt sind bereits alle vier Kids im Land der Träume, und ich sitze entspannt auf der Couch und lasse den Abend ausklingen. Das erste WE - Check!