Dienstag, 8. Januar 2013

Keine Wahl

Bald wird es ernst. Die Kleine soll im Sommer in die Kinderkrippe. Na ja, eigentlich soll sie nicht, wenn es nach mir geht. Aber da ich irgendwann ja wieder arbeiten will - oder muss -, muss ich die Kinder auch irgendwie unterbringen. Der Ehesoldat hält sich weitestgehend aus dem Thema raus, schließlich kann er mir bei der Betreuung nicht viel behilflich sein. Man ist halt irgendwie "alleinerziehend". Und er sagt immer, er stimmt allem zu, was ich für richtig für die Kinder halte. Also haben die Frechdächsin und ich uns heute morgen bei der Krippenleitung vorgestellt und den Aufnahmeantrag abgegeben. 

Kurz kam es auf, das Gefühl des Loslassensschmerzes. Die Kleine wird erwachsen! Und ich kann mir noch gar nicht vorstellen, dass ich ab August den ganzen Vormittag Zeit habe, mich schonmal wieder in das Thema Ausbildung reinzuarbeiten, vorbereiten, Weichen stellen, entlasten. Dann ist Ruhe, die Mädels sind aus dem Haus. 

A U S B I L D U N G ! Da überkommt mich ein beklemmendes Gefühl, und die Versagensängste sind wieder da. Ob ich das schaffen werde? Diese langen 8 Monate? Ich muss irgendwie, denn mein Lebensplan sieht bisher keine Alternative vor. Abbruch kommt eigentlich nicht in Frage, denn was dann? Was macht man, wenn man nicht das wird, wofür man studiert hat und wofür man so viele Jahre geopfert hat? Ich weiß es nicht - und deshalb habe ich keine andere Wahl, als so viel wie möglich vorzubereiten und die Angst zu verdrängen. 

Und somit auch keine andere Wahl, als die Kleine in die Krippe zu geben, damit sie so viel wie möglich außer Haus betreut wird, und ich viel Zeit für die Arbeit und das Lernen habe. Wenn es nach mir ginge, und ich unvernünftig wäre, würde ich es anders machen! Aber leider bin ich vernünftig . . .

Montag, 7. Januar 2013

Der Alltag hat uns wieder

Der Ehesoldat ist wieder in der Kaserrne, arbeiten. Heute morgen um kurz vor 6 Uhr ist er wieder losgefahren. Kurz darauf klingelte dann mein Wecker, und es hieß, das Trotzköpfchen aus dem Bett zu holen. Streicheln, ruckeln, schütteln. Sie wolle nicht aufstehen, lieber länger schlafen. In den Kindergarten wolle sie sowieso nicht. 

Dann das Thema mit dem Anziehen. Diskussionen, sie wolle das nicht alleine. Sie wolle lieber die andere Hose und einen Pullover sowieso nicht. Ich rollte innerlich mit den Augen. Ich zählte bis 20. 

Durchatmen, als die erste Hürde gemeistert war. Als nächstes das Frühstück. Und wieder Gezeter, dies nicht, das nicht. Aber wir schafften es heute ohne große Ausraster und ohne Geschrei ins Auto. Fünf Minuten zu spät, aber immerhin, wir waren da. Das Kind ging ohne Probleme in den Gruppenraum, Mama fiel in sich zusammen. Und wieder durchatmen. Den ersten Morgen haben wir geschafft! 

Eingekauft ist auch bereits. Nun heißt es, die Frechdächsin etwas beschäftigen, abfüllen und ab ins Bett. Zwischendrin sauber machen. Und dann die Große abholen. Der Alltag hat uns mit voller Wucht wieder fest im Griff. 

Sonntag, 6. Januar 2013

Ab morgen ...

... geht es wieder los. Alltag.

Heute genießen wir den letzten Urlaubstag vom Ehesoldaten, tanken Kraft für die nächsten Wochen. Kuscheln uns zusammen, spielen, toben, freuen uns. Viel zu schnell sind die letzten 3 Wochen Papa- Urlaubszeit vergangen, viel zu schnell hat uns der öde immerwehrende Trott wieder. Ach, könnten wir die Zeit anhalten, nur ein bisschen länger die gemeinsamen Momente ausdehnen! 

Ab morgen wird wieder geputzt, geschruppt, eingekauft, in den Kindergarten gegangen - und nur selten durchgeatmet. 

Wieso wird einem erst bewusst, wie kostbar die gemeinsame Zeit ist, wenn sie fast schon vorbei ist? Zwischendurch denkt man, wann geht es wieder los mit dem Alltag, mit dem geregelten Tagesablauf, und dann will man doch nicht, dass das schöne Lotterleben aufhört. 

Freitag, 4. Januar 2013

Äffchen treffen

Äffchen - das sind Soldatenfrauen, -Mütter oder -Schwestern. Wir alle sind Mitglieder im Internetforum "Frau zu Frau", abgekürzt FzF. Falls ihr Interesse habt, schaut mal rein: www.frauzufrau.de

Heute war also Äffchentreffen in Norddeutschland. Frühstück zu dritt. Unter anderem mit der lieben Mausohr! Und es war mal wieder sowas von nett! Freue mich auf das nächste Treffen! 

Donnerstag, 3. Januar 2013

Wozu Absprachen?

Heute war mein Termin bei der Chefin. Mal absprechen, wie wir meinen Wiedereinstieg nach der Elternzeit gestalten können. Gleich vorneweg: Ich habe erst nächstes Jahr vor, wieder zu arbeiten. 
Es gab bereits kurz vor meinem Ausscheiden Absprachen, allerdings mit dem alten Chef. Deshalb fühlte ich mich gezwungen, mal leise zu horchen, was davon denn bestehen bleibt. Ich bin quasi noch "Auszubildende", muss 8 Monate ableisten. Und ich dachte, man könnte mir ein wenig entgegen kommen - so Familienfreundlichkeit und so. 

Fazit: Die alten Absprachen sind hinfällig, gar nicht umzusetzen! Die äußeren Bedingungen bleiben bestehen, lediglich den Standort könnten wir eventuell wechseln, so dass ich nicht mehr die ewige Fahrerei von knapp 50 km hin und auch wieder zurück habe. 

Ich fühle mich ohnmächtig, dachte ich doch, man könnte die damalige Situation verbessern. Alles beim Alten. Das gibt mir irgendwie den Rest! 2 Jahre Ausbildungspause (Schwangerschaft und Elternzeit) haben es nicht geschafft, dass ich dieses Gefühl von Ohnmacht mit gleichzeitiger Panik verliere ... Mein Kopf ist gerade leer und dennoch so voller Gedanken, dass ich nicht in der Lage bin, etwas klarer zu sehen. Hmpf. 

Mittwoch, 2. Januar 2013

Frau M.

Meine Gedanken sind heute bei Frau M., die ihren Mann morgen in den Einsatz ziehen lassen muss. Ich wünsch dir viel Kraft und bin an deiner Seite!! Wir wuppen das! Wir zählen die Tage!

Eigentlich hätte der Ehesoldat in wenigen Tagen hinterher ziehen sollen. Nun wird es im März passieren. Und ich bin doch irgendwie dankbar für den Aufschub. So kann ich mir einreden, dass der Abschied noch ewig hin ist, dass wir vielleicht doch noch drum rum kommen. Verdrängungskiste auf, wieder zu - alles gut!

Liebe Frau M., genießt den letzten gemeinsamen Tag! Haltet den Atem an und habt ganz viel euch! Und wenn du ihn verabschiedet hast, kannst du dich gerne melden! Ich bin da!

Meine Gedanken sind heute ganz bei Frau M.!

Dienstag, 1. Januar 2013

Ich ...

... wünsche allen ein frohes neues Jahr!

Wir haben den Abend entspannt und mit Oma und Opa Lasen in unserer "Villa Kunterbunt" verbracht. Die Mädels durften länger aufbleiben, und jede Stunde wurde ein bisschen gefeuerwerkelt. Der Trotzkopf war vielleicht aufgeregt. Knallerbsen und Wunderkerzen waren ihr Highlight! Und die Kinderaugen leuchteten. Völlig erschöpft, aber gegen ihren Willen, hat Mama sie dann um 23h ins Bett gebracht. Noch beim Schlafliedsingen ist sie eingeschlummert! 

Das dekadente Feuerwerk kam dann aus unserer Nachbarschaft! Bestimmt eine halbe Stunde funkelte und blitzte es, regnete es Leuchtkugeln vom Himmel, explodierten Raketen in den schönsten Farben.

Gespannt blicke ich nun in unsere Zukunft 2013. Was wohl dieses Jahr für Abenteuer und Herausforderungen auf uns zukommen werden?