Dienstag, 5. Mai 2020

WMDEDGT - Mai 2020 - Corona-Edition: Stay at Home Tag 54

Heute will ich mal wieder nach sehr sehr seeehr langer Zeit mitmachen: Die Frage des heutiges Tages lautet: Was machst DU eigentlich den ganzen Tag? Und Frau Brüllen *klick* stellt diese. Also mache ich mit beim fröhlichen Tagebuchbloggen - Corona-Edition: Stay at Home Tag 54.

1:46 Uhr: Ich vernehme leises Fußtrippeln auf der Treppe, im Flur, an meinem Bett und wache auf. LUCKY LUKE steht an meinem Bett und will sich kurz aufwärmen. Wir kuscheln erst einmal eine Runde. 

2:10 Uhr: Kurz eingedöst. LUCKY LUKE und ich schälen uns aus der weichen, warmen Decke, tapsen zurück zu seinem Zimmer, wo er wieder in sein Bett klettert und quasi sofort einschläft. Ich gehe auch wieder unter meine Decke.

2:25 Uhr: Und kann nicht mehr einschlafen. 

2:36 Uhr: Immer noch nicht. 

8:00 Uhr: DIEP DIEP, DIEP DIEP, DIEP DIEP. Mein Wecker klingelt. Ich bin scheinbar doch wieder eingeschlafen. Erstmal Schlummertaste drücken. 

8:08 Uhr: DIEP DIEP ... Stopp. Ich stehe ja auf! Die Mädels höre ich auch schon leise vor sich hin quasseln. Gut, dann müssen die wenigstens nicht mehr geweckt werden. 

8:45 Uhr: Die Kaffeemaschine tuckert vor sich hin, LENI deckt den Tisch, LORE, LISCHEN und LUCKY LUKE sind angezogen und versammeln sich um den Frühstückstisch. Wir probieren etwas neues aus - Naturjoghurt. Stößt nicht bei allen auf offene Arme und den Geschmacksnerv. Sei's drum. Erstmal nen Kaffee. 

10:00 Uhr: Unsere täglichen zwei Stunden Homeschooling haben begonnen. LENI macht heute Mathe (5. Klasse), LORE Deutsch (3. Klasse) und auch LISCHEN (unser Vorschulkind) wird mit einigen Aufgaben von mir versorgt, freiwillig natürlich. Sie möchte heute gerne zu den Großen gehören, das wechselt aber von Tag zu Tag. 

LUCKY LUKE baut im Wohnzimmer seine Bahnschienen und die Autos auf. Das geht eine Weile ganz gut und alle können konzentriert arbeiten, bis er einen Wutanfall bekommt und rumschreit. Dann kriegen auch die Mädels einen Anfall, können nicht mehr arbeiten, zicken rum, haben extreme Unlust. 

10:55 Uhr: Ich ziehe die Reißleine. "Paw Patrol" für den Kleinsten. 30 Minuten. Damit die Großen wenigstens ein bisschen von dem schaffen, was sie schaffen müssen. 

11:40 Uhr: Ok, es ist dann etwas länger geworden mit dem Fernsehgucken. Und wir brechen für den Moment das Homeschooling ab. Es gibt so Tage, da hat es keinen Sinn. Leider. Aber ich habe fest vor, dass LENI und LORE sich heute Nachmittag nochmal hinsetzen müssen.    

Die Kinder rennen in den Garten, eine Runde auspowern auf dem Trampolin. In Zeiten wie dieser bin ich wirklich froh darüber, dass wir einen großen Garten haben und damit viel Platz zum spielen und toben. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es für uns sechs laufen würde in der Großstadt in einer 4-5 Zimmer-Wohnung ohne Garten. Wir würden die Tage und Wochen sicherlich nicht so gut überstehen.

12:15 Uhr: Ich drehe Hackbällchen. Heute gibt es Kullerkäsecremesuppe, LENIS Lieblingsessen. 

12:25 Uhr: Zum Glück bin ich mit den Bällchen gerade fertig, als es an der Tür klingelt. LORE's beste Freundin bringt einen Brief vorbei. Seitdem sie sich nicht mehr verabreden dürfen, schreiben sie sich regelmäßig Briefe. Und heute sehen sie sich das erste Mal wieder seit knapp 7 Wochen. Was für ein Strahlen huscht da übers Gesicht meiner Mittleren. Sie reden ein bisschen im Türrahmen mit Mindestabstand und sind unendlich traurig, als sie sich wieder voneinander trennen müssen. Hoffentlich bleibt es dabei, dass in knapp zwei Wochen für LORE die Schule wieder los geht. Sie vermisst das wirklich sehr. 

13:00 Uhr: Es gibt Essen! Nicht alle sind begeistert von der Kullerkäsecremesuppe. LUCKY LUKE hadert sehr, kriegt wieder einen Anfall und muss sich vor der Küchentür ausschreien. Same procedure as every day! And every meal. And every hour. And and and ... Ja, ich habe ihn lieb, aber manchmal denke ich, dass man mit knapp 3 Jahren ganz schön doof ist. 

14:00 Uhr: Die Kinder haben sich nach oben verzogen. Man munkelt, dass bald Muttertag sei. Na, ich genieße mal die paar Minuten Ruhe.

14:23 Uhr: Gekreische und Gezeter. Muss ich eingreifen? Ach nee, die kriegen das schon geregelt.

15:15 Uhr: Wir müssen an die Luft, die Sonne genießen. Und irgendwie wusste ich schon heute Mittag, dass das mit den Schulaufgaben heute nichts mehr wird. Egal. Die lange Auffahrt wird zur Rennstrecke für Roller, Laufrad, Inliner und co. Gefühlte Stunden. Natürlich geht hier und da mal einer über Kopf. Dann hilft meistens das Aua wegpusten - auch diesmal.

16:45 Uhr: Apfel zwischendurch. Und ab aufs Trampolin. Powert euch ruhig aus, meine Lieben, denke ich.

19:00 Uhr: Abendbrot - natürlich wieder mit nem heulenden LUCKY LUKE vor der Küchentür. Nach ein paar Minuten läuft das Essen dann wie geschmiert.

19:45 Uhr: Zähne putzen. Vier Kids um zwei Waschbecken, Konflikte vorprogrammiert. Kennt ihr das? „Ääh, jetzt hast du mir auf die Hand gespuckt!“ „Das ist ekelhaft. Mach mal deine Spucke weg!“ „Rotz nicht alles ins Waschbecken!“ Und so weiter und so fort ... Hmpf.

20:00 Uhr: „Gute Nacht und schlaf recht schön, bis wir uns morgen wieder sehen.“ Unser allabendliches Ritual, und dann ist LUCKY LUKE, meine tickende Zeitbombe, im Bett.

 22:00 Uhr: Nach einem Mädels-TV-Abend mit LENI, LORE und LISCHEN ist hier jetzt Ruhe in der Bude. Halleluja. Ich gehe ins Bett und lese noch ein bisschen. Gute Nacht! 

Montag, 4. Mai 2020

Welcome back / Stay at Home - Tag 53

Ihr Lieben,

schon wieder ist ein aufregendes Jahr vergangen, in dem wir viel gelebt, viel erlebt, viel durchlebt haben - es aber nicht online geteilt haben. 

Ich war ständig unter Strom, spielte den Chauffeur für die Mädels - Cheerleading dort, Korbball hier, Turnen und Schwimmen da -, stärkte dem Mann den Rücken, rannte hinter dem kleinen LUCKY LUKE her und hielt unumstößlich die Stellung. Eigentlich sollte ich jetzt mit den Kindern irgendwann zur Mutter-Kind-Kur fahren - und dann kam "Corona" ...  

Mitte März war es wie eine Vollbremsung in unserem Leben. Von Tempo 100 auf 0. Pffffffff. Luft raus. Nichts ging mehr. Keine Klassenfahrt, kein Chorkonzert, keine Meisterschaft, kein Sport, keine Schule, keine Freunde - Nichts. Und dabei sollte dieses Jahr wieder sehr ereignisreich werden. Alles abgesagt. Alles verboten. 

Die Euphorie über die "Corona-Ferien" wich bald der Realität. Homeschooling. 

Mittlerweile befinden wir uns an Tag 53 unserer "Stay at Home - Corona-Ferien". Und es läuft ganz gut, muss ich sagen. Wir schlafen relativ lang, frühstücken gemütlich, machen ca. 2 Stunden Schule und schlurfen durch den Rest des Tages. Picknick im Garten, lesen, spielen, was man halt so macht in den doppelten Sommerferien. Es ist alles etwas langsamer geworden. Es ist entspannt. Ich bin entspannt. Vielleicht habe ich das mal gebraucht nach den Monaten auf Hochtouren. An Kur ist jedenfalls nicht mehr zu denken. 

Tag 54 kann kommen.
Gute Nacht!



Mittwoch, 20. März 2019

Es gibt uns noch

- keine Angst.
Und ich nehme mir auch fest vor, wieder vermehrt zu schreiben. Versprochen.

Aber manchmal ist es eben so, dass man jeden Moment in der realen Welt genießt und einfach lebt. So ganz in echt. Miteinander, füreinander.

Und wir haben jeden gemeinsamen Momant genossen, seitdem der Mann aus dem Wüstenland und von sämtlichen Übungsplätzen zurückgekehrt ist. Wir planen - und es kommt doch anders. Wir leben spontan in den Tag hinein - und werden überrascht. Vielleicht steht eine große Veränderung bevor, vielleicht bleibt alles beim Alten. Es bleibt spannend. So ganz in echt. 

Dienstag, 9. Oktober 2018

Anders als gedacht

... war unser Wiedersehen mit dem Soldatenmann Ende Mai. 

Nachdem er durch halb Afrika gereist und am anderen Ende von Deutschland endlich aus dem Flieger gestiegen ist und heimischen Boden unter den Füßen hatte, musste er noch irgendwie hoch in den Norden kommen. Er buchte sich einen Flug auf eigene Kosten und kam dann endlich in Flecktarn und mit Seesack bepackt mit all den Anzugträgern und Geschäftsmännern aus der Gepäckschleuse am heimischen Flughafen. 

Seine Odyssee war beendet. Und das Wiedersehen durch all die Aufregung und den Stress irgendwie entzaubert. Aber egal. Er war endlich wieder da! 

Leider hat die BW schon nach kurzer Zeit des Wiedersehens andere Pläne gehabt, und so schleppen wir uns seit Mai schon wieder durch die dritte Übung. 

Es zerrt ... 
Es zerrt gewaltig. 


Mittwoch, 23. Mai 2018

Tag 133

Die Bonbons werden immer weniger, die Aufräumarbeiten haben begonnen, die Wiedersehensfreude wächst. 

Wagen vom Soldaten gesaugt und gewaschen: Check! 
Garage ausgefegt: Check!
Blumenbeete entkrautet: Check!

Hausputz lohnt kaum, da die Kinder jeden Tag neues Chaos anrichten. Ich muss das nochmal genauestens abwägen ...

Montag, 14. Mai 2018

Tag 124: Bonbongläser, die Zweite

Wir haben unsere anfangs riesigen Bonbongläser - nein, Schüsseln - in kleine Tassen ausgetauscht!
Es ist nicht mehr lang, bis wir unseren Soldaten in die Arme schließen können!

Hibbeldihipp! :D

Donnerstag, 3. Mai 2018

Tag 113

Eines Tages kam LENI von der Schule nach Hause und berichtete vom Schülersprechtag. 

LENI: Mama, Frau ... hat ganz viel über Papa gefragt.
Ich: Ach ja, was denn?
LENI: Ob ich schon einen Wunsch habe, was wir machen, wenn er wieder da ist. 
Ich: Und? Hast du einen?
LENI: Ich würde gerne wieder ins Freibad mit Papa gehen. (Pause) Und sie hat noch gefragt, ob es jetzt chaotischer ist, seit Papa weg ist.

Ich war ganz ehrlich etwas geschockt, was die Frau mit CHAOTISCHER gemeint haben könnte? Wirke ich so, als hätte ich die vier Kinder nicht im Griff?
Sind sie verlottert und verwahrlost?
Sind sie chaotischer?
Fehlen Hausaufgaben oder sonstiges, was man in der Schule braucht?
Obwohl ich wirklich alles tue, damit es meinen Kindern an nichts fehlt?

Ich konnte wirklich nichts gegen mein Kopfkino tun und stellte mir jegliche Variationen vor, wie ich und die Mädels nach außen wirken könnten. 

Ich: LENI, findest du denn, dass es jetzt ohne Papa chaotischer bei uns ist? 
LENI: Nein, es ist eigentlich so wie immer. 

Und Recht hat sie! Es ist eigentlich so wie immer. Außer, dass es abends beim Abendbrot und beim Insbettbringen teilweise etwas chaotischer und stressiger (für mich) zugeht. Ich kann halt nicht zwei bis drei bis vier bis fünf Dinge gleichzeitig tun. So, Frau ....! 

Dienstag, 24. April 2018

Tag 104

... denke ich, wenn ich richtig nachgerechnet habe.

Es ist schon so viel Zeit vergangen, so viele Wochen überstanden, aber es war ein stetiger Kampf mit vielen Aufs und Abs, vielen Berg- und Talfahrten. Ganz ehrlich. 

4 Kinder - das ist wirklich eine Hausnummer, alles alleine zu managen. Alle Bedürfnisse zu befriedigen, immer für jeden da zu sein, pausenlos. Atemlos. 

Erkältungszeit. Bronchitis. Grippewelle. Magen-Darm-Infekt. Alles haben wir mitgenommen. Seit Januar habe ich das Gefühl, dass ständig eins der vier Kinder krank ist. Ist wahrscheinlich auch wirklich so. Und wenn kein Kind krank ist, hat mein Immunsystem Zeit, den Geist aufzugeben. Ganz großes Tennis! Danke. 

Zwischendurch hatte ich einen Anflug von Selbsterneuerung. Oder wie nennt man das? Ich war beim Frisör, habe mir die Haare abgeschnitten und gefärbt, geshoppt um mein Leben und jetzt zig neue Klamotten im Schrank. 

Wir haben Pakete gepackt und Briefe ins Wüstenland geschrieben.

Wir sind eigentlich immer irgendwie beschäftigt. Ich bin eigentlich immer irgendwie beschäftigt. Ein Gutes hat das Ganze ja: Ich habe kaum Zeit, über die lange Trennung nachzudenken. Und ich kann abends wunderbar einschlafen!

In dem Sinne: Gute Nacht! 

Mittwoch, 21. Februar 2018

Tag 42

Heute ist Tag 42 ohne den Mann und den Papa der 4 kleinen Rabauken.

Eine Sommerferienlänge haben wir bereits geschafft! Juhuuu!

Freitag, 16. Februar 2018

Tag 37: Die Bonbongläser


Jedes Mädel hat ein Bonbonglas mit round about 145 Bonbons drin. Einen für jeden Tag, den der Papa im Wüstenland weilt. Wenn sie leer sind, kommt er endlich wieder nach Hause. So der Plan. 

35 haben sie jeder schon gegessen. Leerer sind die Gläser dadurch aber noch nicht wirklich geworden. Trotzdem gehört das Bonbonessen schon fast zu einem täglichen Ritual - wie das Adventskalendertürchen-Öffnen in der Vorweihnschtszeit. Jeden Morgen laufen sie zu ihrem Glas und suchen sich einen Bonbon aus, den sie dann auf ihren Platz am Küchentisch legen und den sie nach dem Mittagessen verzehren dürfen.
 

Manchmal werden die Bonbons am Wochenende akribisch gezählt, sortiert und aufgeschrieben, wieviele von welcher Sorte noch im Glas sind.

Es hilft über die lange Zeit ohne Papa hinweg - zumindest ein bisschen. 

Montag, 12. Februar 2018

Tag 33: 12 von 12 im Februar 2018

Ich mache mal wieder mit, ist schließlich schon viel zu lange her, dass es hier Fotos gab. Heute also die 12 Bilder des heutigen Tages - Tag 33 ohne Mann. 

Heute Morgen kurz nach 6 Uhr steh ich bereits in der Küche ...
Obst schnibbeln (und Gemüse ...)
Verpflegung für die Faschingsfeier in der Schule und im Kindergarten. Meine Kinder haben sich für Obst und Gemüse eingetragen :) Obst-Pfau und ...
... Gemüse-Bimmelbahn.
Um kurz vor 8 Uhr, nachdem ich im Accord gearbeitet habe, sind alle fertig angezogen und geschminkt. Puuuh. Was ein Stress an einem Montagmorgen. Gniihiiihii ...


Morgens geh ich eine Runde an der frischen Luft spazieren, ehe ich mich dem Haushalt widme.
Wieder zuhause mache ich etwas Haushalt, während sich Lucky Luke seinen täglichen Turnübungen widmet.
Kinder wieder abgeholt, Baby zum Mittagsschlaf im Bett - Zeit für's Mittagessen!
Sonnenschein gefolgt vom Hagelschauer - das Wetter spielt verrückt.


Nach dem Abendessen wird noch eine kurze Runde mit der Mini-Discokugel gespielt. Unser Baby-Boy fährt voll auf das bunte Licht ab. 
Über Videotelefon-Date mit dem Mann.
Und damit ist auch dieser 33. Tag geschafft. Die Kerze, die ihm den sicheren Weg nach Hause weisen soll, brennt.
Das waren unsere 12 Bilder des heutigen Tages. Mehr wie immer bei Draussen nur Kaennchen. Anschauen lohnt! :)

Eure Chrissie

Montag, 29. Januar 2018

Tag 19: Jetzt ist es angekommen

Tja, wie soll ich schreiben? So langsam ist es in meinem Kopf angekommen, dass es noch eine sch... verdammt lange Zeit ist, bis der Mann wieder nach Hause kommt. Bis seine starken Arme mich wieder umfangen. Bis wir wieder eins sind. Bis die Kinder ihren Vater wieder haben. Bis ich nicht mehr alleine kämpfen muss. 

Das Wochenende war hart. 

Ich hatte meinen ersten Hänger und hätte eigentlich nur heulen können. Es kommt gerade alles irgendwie zusammen. Das Begreifen. Die Realität. Das Vermissen. Schlafmangel. Kinderkrankheiten. Alle Bedürfnisse befriedigen, nur nicht die eigenen. Funktionieren. 

Hamsterrad. 

Sonntag, 14. Januar 2018

Tag 5: WE Check!

Heute war ein richtig entspannter Tag. Schön.

Wir haben lange geschlafen, Brötchen vor der Haustür gefunden, die Oma dorthin gelegt hat, und dann ganz gechillt gefrühstückt mit Nutella aufs Brötchen (sonntags ist Nutella-Tag). 

Wir haben zusammen gekocht.

Wir waren bei eisigen Temperaturen aber Sonnenschein spazieren. Durchgefroren wieder Zuhause angekommen gab es heißen Kakao für die Mädels und einen Cappuccino für mich, während der Babyboy fröhlich in seiner Wippe hin und her wippte und vor sich hin quietschte. 

LENI gab ihm abends die Flasche, während ich LISCHEN bettfertig machte und ihr ihr Gute-Nacht-Lied sang und LORE beim lesen ihres Lese-Übungstextes zuhörte. Große Mädchen sind was tolles! <3 Der Babyboy heulte nicht ein einziges Mal. 

Jetzt sind bereits alle vier Kids im Land der Träume, und ich sitze entspannt auf der Couch und lasse den Abend ausklingen. Das erste WE - Check! 

Samstag, 13. Januar 2018

Tag 4

... ist abgehakt, und damit auch schon die Hälfte des ersten Wochenendes allein zuhause.

Auch den ersten Zusammenbruch eines der Mädels haben wir hinter uns. LORE. Aber von Anfang.

Gestern konnten wir tatsächlich ganz spontan das erste Mal mit Papa skypen. Es dauerte eine Weile, bis die Verbindung stand, aber dann lief es. Mit fünf Leuten vor der kleinen Laptop-Kamera etwas eng, aber irgendwie passten wir zeitweise tatsächlich alle aufs Bild. Hin und wieder purzelte einer oder zwei oder mehrere raus, aber es ging. Wir konnten Papa ALLE sehen! 

Als es dann aufs Ende hin zulief, merkte ich schon, wie sich LORE's Stimmung verschlechtere. Dann verschwand sie irgendwann. Wir verabschiedeten uns vom Papa, und ich ging ihr hinterher ins Zimmer. Und dann brach der Damm. Sie heulte und schluchzte und kriegte sich gar nicht mehr ein. Arme Maus. Meine arme kleine Maus. "Ich vermisse Papa so doll!", schluchzte sie. 
Jetzt ist ihr so richtig bewusst geworden, dass er echt eine ganz verdammt lange Zeit weg ist und nicht am Wochenende nach Hause kommt. Ich hielt sie und verkniff mir selbst ein paar Tränchen, versicherte ihr aber immer wieder, dass es in Ordnung sei, wenn sie traurig ist. Bin ich schließlich auch. Und das darf man auch sein. 

Zum Glück konnte ich sie dann ablenken. Sie hatte eine Spielverabredung, und eigentlich sollten wir längst auf dem Weg zu ihrer Freundin sein. Also trockneten wir die Tränen, packten alle Kinder ein und brachten LORE weg. 

An der Haustür von ihrer Freundin dann aber der nächste Dammbruch. Und diesmal brach es auch bei mir und es kullerten Tränen. Wir heulten kurz gemeinsam - und selbst die Mutter ihrer Freundin blinzelte aus Solidarität ein paar Tränen weg. 

Der Nachmittag selbst tat LORE dann sehr gut. Sie hatte Ablenkung, und abends war von ihrem Zusammenbruch nichts mehr zu merken. Aber es tut so weh, die Kinder so leiden zu sehen. Es ist so schwer, stark zu sein und stand zu halten, obwohl man selbst zusammenbrechen möchte. Und das allerschlimmste ist, zu wissen, dass wir erst am Anfang stehen, dass es nicht das letzte Mal sein wird, dass immer wieder schlechte Tage oder Momente auf uns zukommen werden, die wir irgendwie meistern müssen. 

Puuh ....

Donnerstag, 11. Januar 2018

Tag 2: Nachricht aus dem Wüstenland

Der Adler ist gelandet!

Endlich habe ich heute morgen vom Mann die Nachricht bekommen, dass er gut angekommen ist und Telefon und Internet - ja, auch WhatsApp!!! - auf einem guten Weg sind und uns zumindest ein bisschen über die Distanz und die lange Zeit verbinden können! 

Die Kinder sind außer sich und wollen am liebsten sofort mit Papa skypen. Ich bin gespannt, wann das das erste Mal klappen wird. 

Tag 2 so gut wie abgehakt! (Ein imaginäres Häkchen eingefügt.)

Mittwoch, 10. Januar 2018

Tag 1: Er ist fort

Heute Nacht war es soweit: Abschied nehmen vom Mann für 4-5 Monate im Wüstenland.

Die Tränen sind versiegt. Das Haus unglaublich groß und leer. Die Kinder sind wie gewohnt zur Schule und im Kindergarten - und eins natürlich hier zuhause. Alles wie gewohnt. Wie immer. Und doch fehlt da jemand. Er ist fort ...

Noch ist alles für mich irgendwie irreal. Kommt er nicht heute Abend wieder nach Hause? So wie immer? Er kann doch unmöglich erst im Sommer wieder hier sein ...
Ich kann es noch gar nicht glauben. 

Alles wie gewohnt. Wie immer. 

Das große Realisieren kommt sicher noch. 

Dienstag, 2. Januar 2018

Gestohlene Zeit

Das IN wurde so mir nichts dir nichts drei Wochen nach vorne verschoben. Einfach so.

Gestohlene Zeit.

Ich könnte heulen.

Aus gestern noch zwei Monaten werden morgen wenige Wochen,  nein Tage ...

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Funkeln im Dunkeln

Wie das Motto der ARD-Radionacht (LENI hat in dieser Nacht mit ihrer Klasse in der Schule übernachtet) so sollte auch ihr diesjähriger Kindergeburtstag lauten. Ihr 9. mittlerweile schon. Und da Mama ja gerne kreativ ist, habe ich versucht, all ihre Wünsche zu berücksichtigen. Schatzsuche und Stockbrot / Marshmallows über dem Lagerfeuer.

Zum "Funkeln im Dunkeln" luden wir die Kinder am letzten Samstag von 17 bis 20 Uhr zu uns ein. Nachdem die Geschenke mithilfe einer Taschenlampe anstelle der Flasche zum Taschenlampendrehen ausgepackt wurden, ging es los zur Schatzsuche im Dunkeln.

Ich las vor:
"LENI hat neulich auf dem Dachboden einen alten Brief von ihrem Ur-Ur-Großvater aus dem Jahre 1878 gefunden, in dem die Rede von einem "Schatz der Spanier" war. Wenn ihr euch auf die Suche nach diesem Schatz begeben wollt, zieht euch an und folgt dem Funkeln im Dunkeln.
Bei jedem Leuchten wartet eine Entscheidung auf euch! Trefft diese immer gemeinsam!"

Wir zogen uns warm an und gingen, bewaffnet mit Taschenlampen, nach draußen. Die Aufgabe der Kids war es, das "Funkeln im Dunkeln" (ich hatte Knicklichter verteilt) zu finden. Jedes Licht war eine Station, an der sie sich entscheiden mussten, was sie als nächstes tun wollen. Hier die verschiedenen Stationen:

1. Wenn ihr nach Spanien fliegen wollt, um dort vor Ort nach dem Schatz zu suchen, geht links entlang. Wenn ihr einen befreundeten Schatzsucher um Hilfe fragen wollt, geht rechts entlang.

-> links bis zum nächsten Licht: Die Suche in Spanien war erfolglos. Bittet Senior Martinez, euren befreundeten Schatzsucher, um Hilfe!

2. Senior Martinez hat bereits vom "Schatz der Spanier" gehört. Er vermutet ihn in Mexiko, wo einst die Spanier die Urvölker unterdrückt haben. Wenn ihr mit Senior Martinez nach Mexiko reisen wollt, geht geradeaus. Wenn ihr weiter in Büchern nach Hinweisen suchen wollt, geht rechts entlang.

-> rechts: Ihr konntet keine weiteren Informationen finden. Bleibt nur der Hinweis auf Mexiko.

3. In Mexiko angekommen, erwarten euch rätselhafte Andeutungen auf einen sagenumwobenen Schatz, der verschollen ist. Senior Martinez spricht mit einer alten Frau, die ein wenig verrückt aussieht und wirres Zeug plappert.
Wenn ihr mit ihr reden wollt, geht geradeaus. Wenn nicht, trennt euch von Senior Martinez und geht zurück zur Abzweigung nach rechts.

-> zurück: Ihr seid nun auf euch alleine gestellt. Was wollt ihr tun? Vielleicht redet ihr doch mit der alten Frau?!

4. Die Frau erzählt von einer goldenen Tafel, die tief im Dschungel versteckt sein soll. Ihr beschließt, ihren Hinweisen zu folgen und nehmt euch einen Führer durch den Dschungel Mexikos. Schon steht ihr vor einer mit Pflanzen überwucherten Felswand, auf der sonderbare Zeichen und Bilder zu sehen sind.
Versucht ihr herauszufinden, was die Zeichen und Bilder bedeuten, geht rechts entlang. Ignoriert ihr die Zeichen und sucht auf der anderen Seite der Wand nach einem Eingang, geht links entlang.  

-> rechts: Ihr habt herausgefunden, dass die Zeichen auf einen Eingang auf der anderen Seite der Wand verweisen. Geht zurück zur Kreuzung und dann geradeaus.

5. Ihr habt den Eingang gefunden. Schwere Steintreppen winden sich hinunter in die Dunkelheit. Steigt ihr hinab in die Höhle?! Na klar.
Sucht hier nach dem Funkeln im Dunkeln!

(Die Kinder finden die Tafel aus Gold mit vielen Maya-Glyphen beim nächsten Knicklicht.)

6. Senior Martinez ist sich sicher: Das ist die sagenumwobene Tafel aus Gold, der "Schatz der Spanier"! Doch was sind das für seltsame Zeichen? Wovon handeln sie?
Wenn ihr herausfinden wollt, wovon die Tafel erzählt, geht geradeaus weiter. Wenn ihr mit dem "Schatz der Spanier" nach Hause fahren wollt, geht zurück zum Ausgangspunkt und beantwortet dort eine letzte Frage.

7. Ein befreundeter Sprachforscher hat herausgefunden, dass es sich bei den Zeichen um Maya-Glyphen handelt. Die Tafel berichtet von einer versunkenen Stadt im Meer, die noch einen viel größeren Schatz birgt.
Wenn ihr weiter über die versunkene Stadt forschen wollt, geht links entlang. Wenn ihr es lieber auf sich beruhen lassen wollt, geht zurück zum Ausgangspunkt und beantwortet dort eine letzte Frage.

8. Ihr seid auf einem Schiff auf dem Meer. Die Hinweise haben euch zu einer Stelle geführt, die man Bermuda Dreieck nennt. Hier verschwinden immer wieder Menschen und ganze Schiffe! Und manchmal tauchen sie nie wieder auf.
Traut ihr euch dennoch hinabzutauchen und den Meeresgrund abzusuchen, sucht hier. Bleibt ihr auf dem Schiff, geht geradeaus.

(Die Kinder finden kleine Fingertaschenlampen als Gadget, um die Suche voranzutreiben.)

9. Ihr habt Ausrüstung für euren Tauchgang gefunden / bekommen. Es ist soweit! Ihr taucht Meter um Meter ins tiefschwarze Meer hinab. Geht den Weg entlang bis zum nächsten Funkeln im Dunkeln!

10. Hier ist sie also, die versunkene Stadt! Könnt ihr sie sehen? Der Schatz muss ganz in der Nähe sein!

(Die Kinder suchen den Schatz und finden eine Schatztruhe voll mit Muscheln, Perlen und Goldbarren. Ich nehme immer Twixx, das essen sie alle immer gern :))

11. Ihr habt den Schatz der versunkenen Stadt gefunden. Ihr habt ein großes Rätsel der Menschheit gelüftet. Erzählt ihr anderen davon? Oder hütet ihr das Geheimnis, dass es die Stadt im Meer tatsächlich gibt?

(Die Kinder diskutieren auf dem Heimweg die gestellten Fragen und beantworten diese zuhause.)

Wir hatten knapp 90 Minuten für die Schatzsuche gebraucht! Die Kinder waren durchgefroren und bekamen zum Aufwärmen heißen Kakao oder Kinderpunsch. Die Fackeln brannten im Garten und das Lagerfeuer hatte der Mann auch schon angefacht. Jetzt konnte es Stockbrot und Marshmallows geben. Es wurde richtig gemütlich - abgesehen von dem kleinen Regenschauer, aber im Dezember muss man ja irgendwie mit schlechtem Wetter rechnen.

Als alle gesättigt waren, gab es noch ein/zwei Spiele im Dunkeln - und dann war es bereits 20 Uhr und alle Kinder wurden abgeholt. Das war wirklich ein richtig chilliger Geburtstag! (Im Sommer wahrscheinlich noch chilliger, aber auch im Winter super!) Und LENI war glücklich - und ihre Gäste, glaub ich, auch! <3 

Mittwoch, 29. November 2017

Das IN

... rückt jeden Moment ein kleines bisschen näher. Noch haben wir gute zwei Monate, ehe wir den Mann in den nächsten Einsatz verabschieden müssen, aber diese Vorbereitungszeit macht mich fertig. 

Die Ausrüstung wird gepackt. Die Kiste bald geschickt. 

Letzte Anschaffungen. Für zuhause. Für das Einsatzland. 

Vollmachten. Kinder. Ärzte. Banken. Usw.

Einweisungen in technische Gerätschaften. 

Und überhaupt. Die vier Kinder müssen darauf vorbereitet werden. Die Mädels wissen, dass Papa bald lange Zeit nicht da sein wird, verstehen tun sie es jetzt noch nicht. LENI wird bald 9, die registriert jedes einzelne Wort, das wir heimlich über den Einsatz sprechen. Das Verstehen wird irgendwann kommen - oder es ist schon da, nur zeigen tut sie es nicht. 

Und ich könnte heulen in jeder stillen Minute. Zum Glück gibt es davon im Moment nicht allzu viele, so dass ich gar nicht viel Zeit habe, mich umgehend mit dem Thema zu befassen. Man (Frau) funktioniert ...

Mittwoch, 1. November 2017

Lebenszeichen

Es gibt mich noch. Und hier kommt ein kleines und kurzes Update.

Seit knapp fünf Monaten sind wir nun zu sechst, und ich muss sagen, es hat sich alles hervorragend eingespielt. Lucky Luke - oh ja, wir haben im 3-Mädel-Haus tatsächlich männlichen Zuwachs bekommen - macht sich prima und wird von seinen drei großen Schwestern jeden Tag aufs neue angehimmelt. Jetzt sollten wir so langsam über einen neuen Blognamen nachdenken! *grins* Vorschläge nehme ich gerne entgegen! 

Bundeswehrtechnisch ist das eingetreten, was ich Anfang des Jahres noch mehr oder weniger erfolgreich versucht habe zu verdrängen: Wir rüsten uns für den nächsten Einsatz ins "FarFarAway" in wenigen Monaten. 

Ich habe Angst. Respekt. Mammutaufgabe "Alleinerziehend mit vier Kindern". Aber es wird schon werden. Es MUSS ja werden. Augen zu und durch.